Umwelt
Welchen Nutzen hat der Einbau einer Wärmedämmung nach der bisherigen Wärmeschutzverordnung?
Zielsetzung der Wärmeschutzverordnung (WSVO) ist
an erster Stelle die Einsparung von Energie und damit verbunden
die Senkung des
C0²-Ausstoßes. Der Energieverbrauch ist in der Tendenz weiter steigend, was nicht
zuletzt auf die
geringen Energiepreise zurückzuführen ist. Dabei liegt jedoch auf
der Hand, dass diese Preise in Zukunft sicherlich
steigen werden und auch steigen
müssen, um über finanzielle Rahmenbedingungen eine Energieeinsparung und damit
die
notwendige Senkung des C0²-Ausstoßes zu bewirken.
Neben dem individuellen Engagement eines jeden Bürgers für den Umweltschutz, wird
es nur über drastisches Umdenken
in gesellschaftspolitischer Hinsicht gelingen,
eine lebenswerte Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten.
Eine eindeutige
Verschärfung der Anforderungen an den Wärmeschutz ist deswegen geboten. Das größte
Einsparpotential
liegt hierbei in dem Gebäudebestand, der vor 1977, also der 1.
Wärmeschutzverordnung, errichtet wurde. Diesem Bereich
sind ca. 80% aller Gebäude
in der Bundesrepublik zuzuordnen.
Energieverbrauch in Deutschland 1995 in Mio. Tonnen
Steinkohleeinheiten (SKE)
*) keine aktuellen statistischen Daten vorhanden
Wie kann man den Energieverlust von Gebäuden wirksam verringern?
Man weiß, wo und wieviel Energie zu welchem Preis
verloren geht und kann dieses in Relation zu den Anschaffungskosten
für eine zeitgemäße
Dämmung setzen. Man stellt dann fest, dass mit geringem Aufwand bereits beträchtliche
Einsparungen
erreicht werden können. Das Dämmvermögen eines Bauteils, z. B. des
Daches oder der Außenwand wird durch den
U-Wert (k-Wert) bestimmt. In dieses Maß
geht die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes und die Schichtdicke ein. Je kleiner
dieser U-Wert (k-Wert) ist, umso besser ist die Dämmung eines Bauteils. In der Wärmeschutzverordnung
wird der erforderliche
U-Wert (k-Wert) für die Dachsanierung auf kD >= 0,30 W/(m²
x K) festgelegt. Dass die WSVO sich mit dem Bereich des Daches
befasst, kommt nicht
von ungefähr. Das größte Energieeinsparpotential liegt bei Fenstern, Dach und Wand.
Im Rahmen von
Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen ist der zusätzliche
finanzielle Aufwand relativ gering.
Früher wurde der obere Abschluss im ausgebauten Dachgeschoss vornehmlich mit Holzwolle-Leichtbauplatten
hergestellt,
ohne dass weitere Dämmmaßnahmen ausgeführt wurden. Der Wärmedurchgang
einer 2,5 cm dicken HWL-Platte beträgt
U = 2,09 W/m² x K). Durch den Einbau von
zusätzlichen 16 cm Dämmung kann der mittlere U-Wert (k-Wert) auf ein Siebtel
gesenkt
werden, so dass gerade noch 14% des vorhergehenden Wärmedurchgangs vorhanden ist.
Beim ausgebauten Dachgeschoss sind die handwerklichen
Ausführungsmöglichkeiten hierbei vielfältig. Dämmschichten
zwischen den Sparren
können z. B. mit Dämmschichten auf oder unter den Sparren kombiniert werden. Die
bauphysikalisch
günstigste Methode zur Verbesserung des Wärmeschutzes einer Außenwand
ist das Anbringen einer hinterlüfteten
Außenwandbekleidung mit Wärmedämmung.
Noch besser ist der Einbau der Wärmedämmung auf den Sparren. Bei diesen Systemen
sind alle tragenden Teile vor
Temperaturspannungen und Tauwasserausfall geschützt.
Gleichzeitig wird aufgrund durchgehender Wärmedämmung
ein besserer U-Wert (k-Wert)
erreicht, da keine Unterbrechungen des Dämmstoffes durch Holzteile des Dachstuhles
auftreten.
Die Wärmedämmung und die erforderlichen Funktionsschichten sind aufeinander abzustimmen.
Wichtigste Voraussetzung
ist dabei die ausreichend luftdichte Ausführung des Bauteils.
Dies vermeidet Zugerscheinungen und bewahrt die Konstruktion
vor schädlichem Tauwasser,
das zu Bauschäden führen kann.
Der Einbau von modernen Wärmedämmstoffen zahlt sich aus.
Dies zeigt die folgende Berechnung, die sich auf
die Sanierung eines Daches mit Holzwolle-Leichtbauplatten bezieht:
Bei dem bereits erwähnten Beispiel wird ein bestehendes Dach mit einer 2,5 cm dicken
HWL-Platte mit einer zusätzlichen
16 cm dicken Wärmedämmung (WLG 035) ergänzt. Für
die ursprüngliche Ausführung nur mit HWL-Platte ergibt sich ein
Wärmedurchgangskoeffizient
von U = 2,09 W/(m² x K)*.
*) Die Berechnung wurde nach Angaben der WSVO, Anlage 1, durchgeführt. Hierbei ist
eine mittlere Heizgradtagzahl von 3.500 K x Tage/Jahr berücksichtigt.
Nach Absatz
1.5.2.1 sind die Wärmedurchgangskoeffizienten für Dachflächen mit dem Faktor 0,8
zu reduzieren.
Nach den Berechnungsangaben der WSVO bei 91 % Wirkungsgrad des Heizkessels ergibt
sich ein Brennstoffverbrauch
von ca. 15,5 l Heizöl oder 15,5 m³ Erdgas für einen
Quadratmeter Dachfläche im Jahr.
Für das zusätzlich gedämmte Dach beträgt der Vergleichswert U = 0,22 W/(m² x K),
woraus sich ein Verbrauch von
ca. 2 l Heizöl bzw. 2 m³ Erdgas pro Quadratmeter Dachfläche
und Jahr ergibt.
Die Ersparnis beträgt somit 13,5 Liter Heizöl oder mehr als 5,00 € / Quadratmeter
Dachfläche im Jahr !
Bei den zu erwartenden Preissteigerungen für Energie und unter Berücksichtigung
einer Lebensdauer des Daches von in der
Regel über 30 Jahren also eine Investition
in die Zukunft, die sich vielfach bezahlt macht! Ist bei dem vorhandenen Dach
schon
eine 4 cm dicke Wärmedämmung vorhanden, welche dann ebenfalls auf 16 cm Dicke ergänzt
würde, wäre die Ersparnis
immerhin noch 4,1 Liter pro Quadratmeter Dachfläche oder
mehr als 1,50 € im Jahr. Das sind bei 100 m² Wohnfläche mehr
als 200 € / Jahr. Wie
bereits ausgeführt, bleiben die Energiepreise nicht auf diesem niedrigen Niveau.
Darüber gilt der Wert des
Umweltschutzes (C0²-Minderung) auch als Investition für
zukünftige Generationen. Diesen Kriterien entspricht auch die Tatsache,
dass auch
erhebliche Zuschüsse und zinsverbilligte Darlehen aus dem staatlichen Förderbereich
in Anspruch genommen werden können.
Welchen weiteren Nutzen hat der Einbau einer richtig bemessenen Wärmedämmung für die Immobilie?
Abseits der Kostenfrage und des Wärmeverlustes
bewirkt der Einbau einer ausreichenden Wärmedämmung eine deutlich
verbesserte Wohnqualität.
Es entstehen hochwertige Lebensräume mit angenehmer Wohnathmosphäre, die auf dem
Immobilienmarkt immer begehrter sind. Die gestiegene Wohnqualität bewirkt zugleich
eine deutliche Wertsteigerung
im Falle der Vermietung.
Was leistet wir als Dachdecker-Innungsbetrieb hierbei für Sie?
Wir, der DACHDECKER-INNUNGSBETRIEB bieten GEWÄHR
für eine genaue Analyse und die Beurteilung des
vorhandenen Bauteils. Wir beraten
Sie über die notwendigen Maßnahmen und erstellen ein Sanierungskonzept unter
Berücksichtigung
der Energieeinsparung und der allgemein anerkannten Regel der Technik. Eine fachgerechte
Ausführung
bewirkt einen wirksamen Schutz vor Bauschäden und Wertverlusten. Wir
bieten Ihnen einen beträchtlichen Beitrag zur
Kostensenkung im Bereich Ihrer persönlichen
»Ökobilanz«.
Als Fachbetrieb bieten wir umfassende Gewährleistung für die ausgeführten Arbeiten
und damit Sicherheit für Wert
und Erhalt des Gebäudes. Der Dachdecker-Innungsbetrieb
ist der zuverlässige und kompetente Partner des
verantwortungsbewussten Bauherrn
bei der Verminderung des C0²-Ausstoßes und leistet mit ihm zusammen einen
aktiven
Beitrag zum Umweltschutz. Fachgerecht ausgeführte Wärmedämmarbeiten kosten Geld.
Dieses Geld fließt
jedoch im Laufe der Jahre, in denen ein Gebäude genutzt wird,
Jahr für Jahr durch die Energieeinsparung wieder in
Ihren Geldbeutel zurück. Bereits
nach wenigen Jahren haben sich daher diese Ausgaben bezahlt gemacht.